Schritt für Schritt nach oben

Mit starken Leistungen im Tennisjahr 2013 hat Viktorija Golubic auf sich aufmerksam gemacht. Seit Jahresbeginn ist die Schweizerin in der Weltrangliste von Rang 609 auf die Position 259 geklettert.

An den Ergebnissen des Jahres 2013 lässt sich ablesen, dass der Schritt weg vom langjährigen Schweizer Trainer Csaba Nagy hin zur Robert Orlik Tennis Akademie richtig war. Seither klettert die 1992 geborene Viktorija Golubic in der Weltrangliste kontinuierlich nach oben. War die Schweizerin zum Jahresende 2012 noch auf Position 609 gelistet, so findet sie sich knapp sechs Monate später auf Rang 259 (Stand: 15. Juli 2013) wieder. Als Grund für den rasanten Aufstieg in der WTA-Weltrangliste nennt Robert Orlik neben dem neuen Umfeld auch die außerordentliche Qualität der Trainingsgruppe um die Nachwuchsstars Annika Beck, Antonia Lottner, Katharina Lehnert oder Julia Kimmelmann. Der Konkurrenzdruck in der Trainingsgruppe fördert das Leistungsniveau aller Spielerinnen zusätzlich.

ITF-Turniersieg in Brescia

Viktorija Golubic besitzt das Potenzial für vordere Plätze in der Damen-Weltrangliste – davon ist Robert Orlik überzeugt und für dieses Ziel kämpft die Schweizerin, die im zarten Alter von nur fünf Jahren mit dem Tennissport begonnen hat. Was in ihr steckt, das hat Viktorija Golubic jüngst beim mit 25.000 Dollar dotierten ITF-Turnier in Brescia eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als Nummer 415 der WTA-Weltrangliste angetreten, besiegte sie mit Andrea Gamiz (Venezuela, WTA 294), Viktorija Rajicic (Australien, WTA 315), Richel Hogenkamp (Niederlande, WTA 248), Sofia Shapatova (Georgien, WTA 255) und im Finale mit Anastasia Grymalska (Italien, WTA 306) gleich fünf Spielerinnen, die in der Weltrangliste deutlich höher notiert waren. Zusätzlich bemerkenswert: Auf dem Durchmarsch zum ITF-Turniersieg in Brescia gab Viktorija Golubic nur ganze zwei Sätze ab.

Zwei ITF-Siege in Antalya

Dass ihre Wettkampfhärte zunimmt, verdeutlicht ein Blick auf die gespielten Turniere des Jahres 2013. Mit einem Paukenschlag machte Viktorija Golubic schon im April 2013 auf sich aufmerksam. Beim ITF-Turnier in Antalya (Türkei) holte die Rechtshänderin die Titel im Einzel und im Doppel. Ein Erfolg auch für den neuen Trainer Robert Orlik, denn: Die beiden herausragenden Spielerinnen des Turniers trainieren gemeinsam an der Robert Orlik Tennis Academy. Neben Viktorija Golubic drückte auch Katahrina Lehnert dem Turnier ihren Stempel auf. Im Einzelfinale kam es zu direkten Aufeinandertreffen der beiden Academy-Kolleginnen, das Viktoija Golubic recht deutlich mit 6:2 und 6:3 für sich entschied. Im Doppel erreichten beide Seite an Seite das Finale und besiegten das tschechische Doppel Martina Borecka und Petra Krejsova mit 5:7, 6:3 [10:7].

Ohne Satzverlust ins Finale von Stuttgart-Vaihingen

Ebenfalls in Top-Form präsentierte sich Viktorija Golubic beim ITF-Turnier im italienischen Grado (Mai 2013). Die Schweizerin kämpfte sich durch die Qualifikation und schied erst im Viertelfinale gegen die Österreicherin Yvonne Meusburger aus – immerhin die 115 in der WTA-Weltrangliste. Nur ganz knapp schrammte Golubic beim ITF-Turnier in Stuttgart Vaihingen am Turniersieg vorbei (Juni 2013). Auch hier gelangte sie über die Qualifikation ins Hauptfeld. Ohne Satzverlust erreichte die Schweizerin das Finale gegen die Deutsche Laura Siegemund. In einem engen Dreisatzspiel musste sie sich am Ende aber mit 6:3, 3:6 und 7:6 (4) geschlagen geben. Auf dem Weg ins Finale hatte Viktorija Golubic die Trainingspartnerin an der Robert Orlik Academy, Antonia Lottner, mit 6:2 und 6:4 bezwungen.

Viktoria Golubics Weg in die Weltrangliste ebnete der schweizerische Heimtrainer Csaba Nagy. Im Alter von fünf Jahren hat der aus Ungarn stammende Tennis-Trainer die Ausbildung der Nachwuchsspielerin übernommen. 2013 wechselte Viktoria Golubic an die Robert Orlik Tennis Academy.

 

Quelle: textpoint Redaktionsbüro (Jürgen Ponath)