Neues Sternchen am Damen-Tennis-Himmel

Drei Siege bei namhaften ITF-Turnieren zu Beginn des Jahres 2013 haben Julia Kimmelmann in der WTA-Weltrangliste deutlich nach vorne gebracht. Tennis-Experten trauen der Linkshänderin den Sprung in die Weltklasse zu.

Julia Kimmelmann ist furios in das Tennisjahr 2013 gestartet. Drei ITF-Siege und eine Halbfinalteilnahme in den ersten beiden Monaten des Jahres haben die Tennis-Experten aufhorchen lassen. Den Auftakt für eine beeindruckende Serie bildete der Sieg beim ITF-Turnier in Stuttgart-Stammheim als Julia Kimmelmann im Finale die deutsche Qualifikantin Laura Siegemund mit 6:4 und 6:3 in die Schranken verwies. Eine knappe Woche später dann der nächste Coup: Bei den TVN Open (SEGRO International) in Kaarst verbuchte Kimmelmann gegen die Russin Ekaterina Alexandrova den zweiten ITF-Sieg in Folge. Mit 6:3 und 6:2 fiel das Ergebnis deutlich aus. Das Nachwuchstalent spielte konstanter und variabler als ihre Kontrahentin. Nach eineinhalb Stunden nutzte Kimmelmann den zweiten Matchball zum Zweisatzerfolg. Das Turnier in Kaarst gilt laut Marc Raffel, Leiter der TVN Open, als „Sprungbrett in die absolute Weltklasse“. In den vergangenen Jahren sorgte zum Beispiel auch Annika Beck in Kaarst für Aufsehen. Beide Spielerinnen werden von Chefcoach Robert Orlik (ROTA – Robert Orlik Tennis Academy) trainiert und betreut.

Halbfinalniederlage in Grenoble

Bei ihrem dritten Turnier im Jahr 2013 trat Julia Kimmelmann im französischen Grenoble an. Auf ihrem Weg bis ins Halbfinale bezwang sie in der zweiten Runde die an Nummer 1 gesetzte Anastasya Vasylyeva aus der Ukraine mit 6:3 und 6:4. In einem engen Dreisatz-Match bezwang Kimmelmann im Viertelfinale dann die an Nummer 2 gesetzte Karolina Pilskova mit 6:4, 3:6 und 6:3. Endstation in Grenoble war dann Maryna Zanevska. Die an Nummer 4 gesetzte Spielerin aus der Ukraine setzte sich in einem hart umkämpften Halbfinale mit 7:6 und 6:1 gegen Julia Kimmelmann durch.

ITF-Turniersieg in Leimen

Einen tieferen Eindruck hinterließ die unglückliche Halbfinal-Niederlage bei Kimmelmann jedoch nicht. Schon beim ITF-Turnier in Leimen unterstrich die Linkshänderin, dass mit ihr auch in Zukunft zu rechnen ist. Im einem spannenden Halbfinale besiegte Kimmelmann die an Nummer 2 gesetzte Lara Siegemund bereits zum zweiten Mal binnen weniger Wochen – diesmal mit 6:4, 2:6 und 6:4. Im Finale wartete dann die an Nummer 1 gesetzte Türkin Pemra Ozgen auf Julia Kimmelmann. Beide lieferten sich eine interessante Auseinandersetzung bei der sich die 1993 geborene Kimmelmann mit 6:4 und 6:3 knapp aber verdient durchsetzte.

Auf dem Vormarsch in der Weltrangliste

Die jüngsten Erfolge des Nachwuchstalents lassen sich auch in der WTA-Weltrangliste ablesen. Zum Jahresbeginn rangierte Julia Kimmelmann noch auf Platz 523. Rund acht Wochen oder drei Siege bei ITF-Turnieren und einer knappen Halbfinalniederlage später findet sich Kimmelmann auf Platz 355 wieder. Die Marschrichtung für die Zukunft hat die Spielerin in enger Abstimmung mit ihrem persönlichen Coach, Robert Orlik, bereits abgesteckt: „Mein Ziel ist es jetzt, bei Turnieren viele Punkte zu sammeln, damit ich in die Qualifikation der Grand Slams komme.“ Das verriet Kimmelmann dem Tennis-Portal tvn-tennis.de im Anschluss an ihren Sieg in Kaarst.

Quelle: textpoint Redaktionsbüro (Jürgen Ponath)